Fotografen vs. Hobbyfotografen

Guten Tag Herr Fotograf Storch. Guten Tag xxx. Erstmal reicht mir mein Name ohne Fotograf. Ich bin zwar laut heutigem Stand ein Fotograf, habe aber noch früher gelernt als der Name noch Bestandsschutz hatte und ich habe nie den Meister darin abgeschlossen. Zwar von Meistern gelernt, doch die teure Meisterschule war nicht drin. Vielleicht Fotokünstler wenn Ihnen eine Art Titel lieb ist. Dann haben Sie also noch mit Negativ-Filmen begonnen? Ja, meine erste Kamera war damals eine Agfa, die ich zu meiner Kinderkommunion bekam. Man musste sich früher schon überlegen wo man was fotografieren wollte, da es auf den Film ankam. Negativ, optima color, reichte ASA 100 oder doch der teure 400er? 24er oder 36er Film? Blendenzahlen wurden auswendig gelernt, um bei entsprechender Helligkeit die richtige zu erwischen. War schon recht spannend. Weit über 90% der Hobbyfotografen heutzutage würden unter den damaligen Umständen gar nicht im derzeitigen Umfang fotografieren. Abdrücken, 3-4 Mal, draufschauen, löschen, nochmal. Haben Sie ein Problem mit Hobbyfotografen? Generell nein. Eher neidisch. Die können so viel Zeit für ein Objekt investieren, das kann ich nicht. Auch sieht man immer wieder tolle Ergebnisse. OK, die 100 Fehlversuche sieht man natürlich nicht. Doch ich denke, die würde keiner zeigen. Die machen ihr Ding „wir das unsere“ und gut. Dann ist es keine Konkurrenz für Sie? So lange, die sich nicht ein paar Euro nebenbei verdienen und uns die Aufträge spielend unterbieten, nein. Doch die Realität ist anders, das wissen Sie selbst. Ich kenne in der Umgebung kaum einen, der nicht schon nebenbei was gemacht hat. Ob nun offiziell über Nebengewerbe oder aus „Gefälligkeit“. Spielend unterbieten? Das heißt, Sie sind viel zu teuer, oder? Nun wir können ja mal rechnen. Anschaffung der Ausrüstung Steuern Beiträge Versicherungen, und und und. Der Hobbyfotograf hat seinen festen Job, sein Auskommen und kann dadurch...